Festo investiert 33 Mio. € in Hochtechnologiezentrum für Polymerwerkstoffe am Standort Rohrbach/Diedesbühl

Bereits im März 2012 war der Ausbau des Werks Rohrbach mit einer Investition von 15 Mio. € vom Management verabschiedet worden, welcher 2013 fertiggestellt werden soll. Zusätzlich soll jetzt das neue Polymerkompetenzzentrum am Diedesbühl bis Mitte 2014 entstehen. Damit will Festo seine weltweite Kompetenz im Bereich Polymerwerkstoffe bündeln. Die bauvorbereitenden Maßnahmen werden im Laufe des Oktobers 2012 beginnen, insgesamt investiert das Familienunternehmen hier 33 Millionen Euro.

Im Rahmen seiner langfristigen Technologiestrategie baut Festo seine Kompetenz im Bereich der Polymerwerkstoffe aus und führt diese in einem Polymerkompetenzzentrum am Standort Rohrbach, der Festo Polymer GmbH, zusammen.

„Die strategische Bedeutung von Polymerwerkstoffen für die Produktgestaltung in der Automation wächst ständig und eröffnet Möglichkeiten, die mit anderen Werkstoffen nicht darstellbar sind“, betonte Christian Leonhard, Leiter Global Factories, und ergänzte: „Das Polymerkompetenzzentrum wird sämtliches Know-how am Standort bündeln und dort weiter entwickeln. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Polymerfertigung und dem Formwerkzeugbau am Standort St. Ingbert werden in Zukunft im Polymerkompetenzzentrum arbeiten und dort mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen einen wertvollen Beitrag leisten.“

Hohe Flexibilität und optimale Verzahnung

Für die Polymerfertigung sind insgesamt vier Hallen geplant sowie ein zentrales Technikum als Technologiezentrum für Entwicklung. Abläufe in Produktentwicklung und Fertigung können so optimal verzahnt werden und ermöglichen eine hohe Flexibilität der Prozesse. Positive Effekte ergeben sich auch durch Energieeinsparungen und umweltschonende Verfahren. „Das Ziel ist, durch intelligentes Energiemanagement den Energieverbrauch zu verringern, z.B. durch Heizen mit Abwärme aus der Fertigung, und alternative Energiequellen effizienter zu nutzen“, erklärte Frank Weber, Leiter Real Estate und Facility Management.

Parallel zum Ausbau des Werks Rohrbach mit einer Investition von 15 Mio. € bis Mitte 2013 soll bis Ende 2014 auch das neue Zentrum am Diedesbühl seinen Betrieb aufnehmen. 33 Millionen Euro werden hier insgesamt investiert. „Die Ansiedelung des Polymerkompetenzzentrums in unmittelbarer Nähe zu unserem Produktions- und Logistikstandort ist ein wichtiger Baustein zur Sicherung unserer Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität unseres saarländischen Standorts und unseres langfristigen Unternehmenserfolges. Wir wollen hier, neben Forschung und Entwicklung, unsere weltweite Kompetenz im Bereich Polymerwerkstoffe bündeln, effiziente Fertigungstechnologien als Benchmark im globalen Wettbewerb entwickeln und das Polymerkompetenzzentrum als Leitwerk im Polymerverbund etablieren. Durch Einsatz innovativer Materialien und Nutzung polymerspezifischer Eigenschaften wollen wir unseren Kunden in Zukunft ein noch attraktiveres Produktangebot bieten“, verdeutlichte Christian Leonhard die Zielsetzung.

Keine Lärmbeeinträchtigung für Wohngebiete

Logistik und Verkehr während der Bauphase und später dem laufenden Betrieb des Polymerkompetenzzentrums können durch die zentrale Anbindung des Industriegebietes über die Autobahn abgewickelt werden. Die durch das Privatgelände von Festo führenden Wege werden während und nach der Bauphase verlegt. Aufgrund des vorhandenen Lärmschutzwalls ist mit keiner Beeinträchtigung für an das Industriegebiet angrenzende Wohngebiete zu rechnen. „Um unser Bauvorhaben bis Ende 2014 zu realisieren, müssen wir noch in diesem Jahr mit den bauvorbereitenden Maßnahmen und Rodungen beginnen. Öffentlich zugängliche Wege wollen wir auch nach dem Bau zur Verfügung stellen“, erläuterte Frank Weber.

„Für St. Ingbert bedeutet der Neubau des Polymerkompetenzzentrums einen weiteren Schritt zur Stärkung des Festo-Standorts in St. Ingbert“, so Oberbürgermeister Hans Wagner. „Wenn hier weitere 33 Millionen Euro verbaut werden und 180 Arbeitsplätze in einem zukunftsweisenden Werk gesichert werden, ist das die eine gute Nachricht für unsere Stadt. Dass daneben auch Forschung und Entwicklung hohen Stellenwert bei Festo hat und dass bereits über Synergien mit dem Lehrstuhl für Kunststofftechnik an der Universität des Saarlandes gesprochen wird, ist die zweite wichtige Neuigkeit für uns. Ich freue mich auf das neue Festo-Werk in Rohrbach. Festo ist St. Ingberts größter Arbeitgeber, und das Bekenntnis von Festo zu St. Ingbert ist für uns alle ein wichtiger Schritt der Zukunftssicherung.“